Willkommen bei JTEPS
Die erste Mixed-Methods-Längsschnittstudie zur Entwicklung sozialer und geschlechtsspezifischer Ungleichheit im frühen Lebensverlauf mit besonderem Fokus auf die transnationale Mobilität junger japanischer Erwachsener
AUF EINEN BLICK
Hintergrund der Studie
«Internationalisierung» steht derzeit wieder ganz oben auf der nationalen Agenda Japans, insbesondere in der Bildungspolitik. Studienaufenthalte im Ausland sind damit ein aufschlussreiches Fallbeispiel für die Untersuchung laufender Veränderungen in der japanischen Gesellschaft. Im Projekt werden quantitative (schriftlicher Fragebogen) und qualitative (persönliche Interviews) Daten zu den Bildungs- und Berufsverläufen von jungen Erwachsenen in Japan über einen Zeitraum von drei Jahren (2025-2027) erhoben – sowohl für Personen mit als auch ohne Hochschulbildung.
Adressierte Fragen
Die quantitativen Daten dienen der Untersuchung von drei Forschungsfragen: (1) Welche Faktoren beeinflussen die Entscheidung junger Männer und Frauen für einen Auslandsaufenthalt? (2) Wie wirkt sich ein solcher Aufenthalt auf ihre frühen Karriereverläufe aus? (3) Welche Auswirkungen hat ein Auslandsaufenthalt auf Ungleichheit und soziale Mobilität? Die qualitativen Daten werden genutzt, um die subjektive Bedeutung eines Auslandsaufenthaltes für junge Japaner*innen zu bewerten: (1) Was erhoffen sich junge Erwachsene vom Auslandsaufenthalt? Welche Rolle spielt dieser in ihren Lebenszielen? (2) Wie nehmen sie staatliche Förderpolitik, schulische Rahmenbedingungen, familiäres Umfeld und persönliche Erfahrungen im Hinblick auf einen Auslandsaufenthalt wahr? (3) Wie bewerten sie ihren Auslandsaufenthalt in späteren Jahren? Glauben sie, dass es ihre berufliche Laufbahn und Persönlichkeit gefördert hat, und es ihnen ermöglicht, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten?
Relevanz der Studie
Das Projekt liefert die erste umfassende Datenbasis zur Erforschung von Auslandserfahrungen in Japan. Es erlaubt Schlussfolgerungen über soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten in individuellen Lebensverläufen, den Status und die Bedeutung von Auslandserfahrungen auf dem japanischen Arbeitsmarkt, und den Erfolg der Internationalisierungspolitiken zur Förderung globaler Ressourcen.